Betroffene beraten Betroffene

In unserer EUTB® haben Sie die Möglichkeit, sich von Menschen beraten zu lassen, die entweder selbst  beeinträchtigt/chronisch krank oder Angehörige eines Menschen mit Beeinträchtigung/chronischer Erkrankung sind. Diese hauptamtlichen und ehrenamtlichen "Peers" sind Expert*innen in den Angelegenheiten und Problemen, mit denen Menschen mit Behinderung/ chronischer Erkrankung konfrontiert werden.

 

Die ehrenamtlichen Peers werden, auf Wunsch, zusätzlich in die Beratungen eingebunden.

 

 

 

 

Thomas Klein

EX-IN Genesungsbegleiter – Experte aus Erfahrung

Mein Name ist Thomas Klein. Ich habe eine Ausbildung als EX-IN Genesungsbegleiter gemacht. Als Betroffener kenne ich mich in den Bereichen Psychose und Depression aus. Bevor ich in der EUTB® OBK gearbeitet habe, habe ich im Kreiskrankenhaus Gummersbach in der Akut-Psychiatrie (für die zweite Lebenshälfte) als Genesungsbegleiter gearbeitet. Diese Stelle war ein Außenarbeitsplatz der WfbM RAPS. Davor war ich in der WfbM RAPS angestellt, dort hatte ich u.a. eine Schwerbehindertenstelle im Garten- und Landschaftsbau.
Ich bin Gründungsmitglied des Trialogs (Selbsthilfe-Gruppe auf Augenhöhe, Angehörige - Betroffene - Behandler).
Ich habe Erfahrungen mit gesetzlicher Betreuung, dem ambulant betreuten Wohnen und weiß, was es heißt, lange Aufenthalte in der Psychiatrie erlebt zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

Karoline Schild

Selbst zu den Menschen mit chronischer Erkrankung zu gehören, war mir lange nicht bewusst. Erst als Symptome heftig auftraten und die Diagnose „Endometriose“ all dem einen Namen gab, änderte sich dies. Die Folgen für das private und berufliche Leben werden erst nach und nach richtig deutlich. Sich mit der Erkrankung und deren möglichen Folgen auseinanderzusetzen ist wichtig und sehr schwer. Mit den physischen und psychischen Begleiterscheinungen der Erkrankung und den Reaktionen der sozialen Umwelt umzugehen, bedeutet immer wieder ein hartes Stück Arbeit, obwohl dies so viele andere Frauen auch betrifft. Hilfreich war und ist für mich dabei der Rückhalt durch meine Familie und der Kontakt zu anderen betroffenen Frauen in der Selbsthilfe.

 

Mit einer Diagnose allein gelassen zu werden, Schmerzen aushalten zu müssen, nicht ernst genommen zu werden, die körperlichen Grenzen deutlich aufgezeigt zu bekommen, die verzweifelte Suche nach guten Ärzten und anschlagenden alternativen Heilmethoden gehören zu meinem steinigen Weg ebenso wie die Erfahrung, dass sich zum Glück auch Ärzte (in Teilen) irren können.

 

Diese Leidenserfahrungen sind Teil meiner Lebensgeschichte und fließen in meine Beratungen mit ein. 

 

 

 

 

 

Kira Meyke

Mein Name ist Kira Meyke. Ich wohne im schönen Marienheide und habe zwei Töchter. Die Jüngste, Malin, hat Trisomie 21.

Sie besucht die Gesamtschule mit Hilfe einer Inklusionskraft (Schulbegleitung). In der Schule fühlt sie sich sehr wohl, auch wenn sie wenig spricht. Die Schulbegleitung habe ich zur Zeit über einen Leistungserbringer beim Oberbergischen Kreis beantragt (vorher über das Persönliche Budget im Arbeitgebermodell).

Die Inklusion im Kindergarten und der Schule ist leider immer noch nicht einfach.

Seit November 2019 bin ich als ehrenamtliche Peer in der EUTB® tätig. Gerne unterstütze ich die Beratung anderer Eltern zum Leben mit einem Kind mit Trisomie 21.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Petra

Mein Name ist Petra. Ich bin verheiratet, wir haben einen erwachsenen leiblichen Sohn und einen Pflegesohn, der eine weiterführende Schule besucht.

Viele Beziehungsabbrüche und Verlustängste haben bei unserem Pflegesohn zu erheblichen Probleme im sozio-emotionalen Bereich geführt. Er ist von seelischer Behinderung bedroht und dadurch teilhabeeingeschränkt.

Wir haben, für und mit ihm, erfolgreich einen Pflegegrad, einen Grad der Behinderung und eine Schulbegleitung (Integrationskraft) beantragt. Ohne Schulbegleitung könnte unser Pflegesohn nicht zur Schule gehen.

Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung und den eigenen Erfahrungen hinsichtlich der Leistungsbeantragung insbes. im Bereich der Eingliederungshilfe, kenne ich mich im Gesetzesdschungel aus. Gerne stehe ich Ihnen einfach als Gesprächspartnerin oder, gemeinsam mit den Fachkräften der EUTB® OBK, beratend zur Seite, wenn es darum geht für Ihr Kind z. B. eine Integrationskraft im Rahmen der Eingliederungshilfe beim Jugendamt zu beantragen.

 

 

 

 

 

Bodo Isenhardt

Ich heiße Bodo Isenhardt.

vor ca. 20 Jahren erblindete ich als Spätfolge des Diabetes mellitus Typ 1, mit dem ich geboren wurde.

Als 2. Vorsitzender des Oberbergischen Blinden- und Sehbehindertenvereins berate ich bereits seit vielen Jahren unsere Mitglieder, deren Angehörige sowie Menschen, deren Augenleiden zu Sehbehinderung und Blindheit führen kann.

In den Jahren von 2017 bis 2019 absolvierte ich die Beraterausbildung des DBSV nach Blickpunkt Auge-Standard.

Seit dem 01.01.2020 arbeite ich als ehrenamtlicher "Peer" mit der EUTB®-Beratungsstelle im Oberbergischen Kreis zusammen.

 

Gerade zu Beginn einer Sehbehinderung oder Blindheit ergeben sich eine Vielzahl von Fragen und Problemen, bei deren Lösung ich gerne behilflich bin. Beratungen finden in Form von Telefonaten und E-Mails statt.

 

Ich berate Sie insbesondere zu folgenden Themenbereichen:

  • Beantragung von Sehbehinderten- oder Blindengeld;
  • Beantragung eines Schwerbehindertenausweises;
  • Welche Hilfsmittel kann ich zur Alltagsbewältigung einsetzen;
  • Welche Hilfsmittel werden von den Krankenkassen bezahlt und welche sind in Eigenleistung anzuschaffen;
  • Vermittlung von Kontakten zu Berufsförderwerken zur beruflichen Rehabilitation,
  • Zum Erlernen der Blindenschrift oder der Wiedererlangung der eigenen Mobilität durch ein Training im Umgang mit dem weißen Langstock;
  • Vermittlung von Kontakten zu Hörbüchereien, Hilfsmittellieferanten und Führhundschulen;
  • Beratung und Kontaktvermittlung bei Erholungsmaßnahmen (Urlaubs- oder Kuraufenthalten in für diesen Personenkreis spezialisierten Einrichtungen)


Bei meinen Beratungen nutze ich alle modernen Kommunikationsmöglichkeiten wie PC, Internet, Mail sowie Smartphone. Auf Wunsch erhalten Sie Informationsmaterial in Form von Flyern, Visitenkarten oder Internet-Ausdrucken per Mail oder auf dem Postweg.